Artenschutz durch Sammelbeschränkung?
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PRO |
KONTRA Den vorgenannten Argumenten stehen durchaus auch andere Aspekte entgegen, wie in gelegentlichen Publikationen und Diskussionen zu erfahren ist. Die Grundaussage: Das Absammeln reifer Fruchtkörper ist keineswegs schädlich, sondern fördert sogar die Verbreitung seltener Arten. Beim Aufnehmen gibt der Pilz oft eine sichtbare, dicke Sporenwolke frei. Der Kegel, in dem die Sporen zu Boden fallen, wird durch das Hochheben größer, und durch das Nachhausetragen in einem luftigen Korb bietet man dem Pilz sogar Ansiedlungsmöglichkeiten, die er am Standort nicht hat. Das Mycelium erleidet durch das Abpflücken der Pilze keinen Schaden und es ist mehr als unwahrscheinlich, dass eine Art durch das Absammeln ausgerottet wird. Sammelverbote jeglicher Art haben bislang ohnehin keinen Erfolg gebracht. Im übrigen sammeln nicht nur die Menschen Pilze, sondern auch Tiere, die die Pilze, sogar in wesentlich grösserem Umfang, verspeisen. Schliesslich haben möglicherweise viele Pilze nur deshalb eine so prächtige Farb- und Formgebung, weil sie gesehen, gepflückt und verbreitet werden wollen. Außerdem sind die ungehemmte Vermehrungsrate des Menschen, der von ihnen produzierte Müll, Flächenverbrauch und Profitdenken die eigentlichen Ursachen für das Artensterben. Dieses betrifft ja auch nicht die Speisepilze sondern alle Arten. Sicher hat diese Art der Naturschutzlehre in breiten Kreisen zu einem Umdenken geführt und vor allem dazu, dass die dramatische Artenvernichtung durch den Menschen erst einmal bewusst geworden ist. |
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